Ja, aber nur mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Pflanzenschutzmittel sind nicht für den direkten Kontakt mit Tieren ausgelegt. Deshalb muss der Zugang der Tiere zum behandelten Bereich zeitlich eingeschränkt werden.
Was ist vor der Anwendung zu beachten?
Haustiere vor der Anwendung aus dem Garten entfernen
Futter- und Wassernäpfe aus dem Spritzbereich nehmen
Spielzeuge, Liegeplätze und Käfige abdecken oder entfernen
Nur bei windstillem Wetter spritzen (Abdrift vermeiden)
4. Was gilt während der Anwendung?
Kein Tier darf sich im Garten aufhalten
Spritznebel darf nicht auf Tiere, Näpfe oder Tierunterkünfte gelangen
Spritzgerät exakt einstellen (keine Überdosierung)
5. Ab wann dürfen Haustiere wieder in den Garten?
Das hängt von der Abtrocknungszeit ab:
Grundregel:
Haustiere dürfen den Garten erst wieder betreten, wenn die Spritzbrühe vollständig abgetrocknet ist.
Das bedeutet in der Praxis:
mindestens 6–12 Stunden, je nach Witterung
bei hoher Luftfeuchtigkeit oder wenig Sonne eher länger
ideal: 24 Stunden Wartezeit, besonders bei empfindlichen Tieren
6. Warum ist das Abtrocknen so wichtig?
Frische Spritzbeläge können über Pfoten, Fell oder Maul aufgenommen werden
Tiere lecken sich → Aufnahme des Wirkstoffs
Nasse Pflanzen erhöhen das Risiko einer unerwünschten Wirkstoffaufnahme
7. Darf das behandelte Gras später von Tieren gefressen werden?
Nein.
Behandeltes Gras oder Unkraut nicht als Futter verwenden
Schnittgut aus behandelten Flächen nicht an Tiere verfüttern
8. Gibt es zusätzliche Sicherheitstipps?
- möglichst punktuell spritzen, keine Flächenbehandlung
- empfindliche Bereiche (Liegeplätze, Sandkästen) aussparen
- Spritzungen frühmorgens oder abends
durchführen
- nach der Anwendung Hände waschen & Gerät reinigen
9. Was tun bei Verdacht auf Kontakt oder Aufnahme?
Tier sofort aus dem Garten bringen
Pfoten ggf. mit Wasser reinigen
Bei Auffälligkeiten (Speicheln, Unruhe, Erbrechen): Tierarzt kontaktieren
Produktname bereithalten (z. B. Hirsefrei Extra)