Typische Anzeichen:
- Wasser bleibt länger stehen
- Schlechtere Befahrbarkeit
- Erträge stagnieren
Hier setzen Zwischenfrüchte an.

Wenn der Mähdrescher vom Feld fährt, startet eine der wichtigsten Phasen im Jahr.
Viele Betriebe verlieren hier wertvolles Potenzial – nicht wegen der falschen Mischung, sondern wegen zu später Entscheidungen.
Typische Situation:
Und plötzlich sind ein bis zwei Wochen verloren. Das Problem: Diese Zeit bekommst du nicht mehr zurück. Wachstumstage lassen sich nicht nachholen. Gerade im Sommer entscheidet jeder Tag darüber, wie viel Biomasse und Ertrag du noch nutzen kannst.
Nicht jede Fläche muss sofort wieder Futter liefern. Manchmal brauchst du etwas anderes: einen funktionierenden, lebendigen Boden.
Typische Anzeichen:
Hier setzen Zwischenfrüchte an.
Ein Klassiker ist das Landsberger Gemenge:
Genau das macht solche Mischungen wirtschaftlich interessant: Sie liefern nicht nur kurzfristig – sie wirken auch weiter.
Ein häufiger Denkfehler in der Praxis: Es wird nur auf den ersten Schnitt geschaut. Dabei entscheidet sich die Wirtschaftlichkeit oft später.
Eine Mischung, die im ersten Jahr stark aussieht, aber danach abbaut, bringt selten nachhaltigen Erfolg. Deshalb gilt: Nicht die schnellste Mischung ist die beste – sondern die, die langfristig Leistung bringt.
Zwischen klassischen Zwischenfrüchten und Feldfutter gibt es Lösungen, die beides verbinden.
Grünroggen ist ein typisches Beispiel:
Gerade in Jahren mit schwierigen Bedingungen kann diese Flexibilität entscheidend sein.
Vielleicht erwartest du jetzt eine Empfehlung: Welche Mischung ist die beste? Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an – und zwar nur auf eine Sache.
Was soll deine Fläche leisten?
Boden verbessern → Zwischenfruchtmischungen
Schnell Futter erzeugen → Feldfutter
Langfristig Ertrag sichern → mehrjährige Mischungen
👉 Erst wenn du diese Frage beantwortest, ergibt die Mischung überhaupt Sinn.
Wenn du nachhaltige Ergebnisse willst, beginnt alles im Boden.
Dein nächster Schritt:
Denn je früher du Klarheit hast, desto gezielter kannst du steuern – und desto stabiler wird dein Grünland.
Autor: Markus Schwarzenberger | Veröffentlicht am 30.06.2026