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Teures Saatgut oder teures Grundfutter? Die Milchmädchenrechnung fürs Grünland

Säen
Kuh

Individuelle Mischung zu teuer? Vielleicht rechnest du an der falschen Stelle. Wir zeigen dir, warum sich Saatgut nicht im Sack entscheidet, sondern im Stall – und wie aus einer kleinen Mehrinvestition ein echter wirtschaftlicher Hebel wird.

Milchkühe im Stall, die frisches Heu aus der Futterraufe fressen.
Grashalme

„Fast 13 Euro pro Kilo? Das ist doch zu teuer.“ Diesen Satz hören wir schnell, wenn es um individuelle Saatgutmischungen geht. Und ja, die Mehrinvestition klingt im ersten Moment deutlich. Die spannendere Frage lautet jedoch: Was kostet dich schwaches Grundfutter im Stall? Genau das rechnen wir mit unserer Milchmädchenrechnung sauber mit deinen Daten durch. Nicht im Sack. Sondern dort, wo dein Betrieb Geld verdient – bei der Milch.

Warum Saatgut oft falsch bewertet wird

Der Blick geht fast immer zuerst auf den Kilopreis. 8 € pro Kilo wirken vernünftig. 12,98 € wirken teuer. Die meisten Landwirte hören hier auf zu rechnen – und genau dort beginnt das Missverständnis.

Saatgut ist kein Kostenblock wie Diesel oder Folie. Saatgut bestimmt, was auf deiner Fläche wächst – und was später im Grundfutter landet.

Und damit beeinflusst es deinen Ertrag, deine Bestandsdichte, deine Futterqualität, deine Zukaufmenge und schlussendlich deine Leistung im Stall.

So wird aus einer Preisfrage eine betriebswirtschaftliche Entscheidung

Weil wir gemerkt haben: Die Diskussion bleibt fast immer beim Einkauf stehen. Haben wir ein Milch-Rechnungs-Tool entwickelt. Was den meisten Landwirten fehlt, ist die Verbindung zwischen: Investition → Fläche → Futter → Stall → Wirtschaftlichkeit.

Mit der Milchmädchenrechnung machen wir diese Kette sichtbar. Einfach. Nachvollziehbar. Mit echten Betriebszahlen.

Sie hilft dir dabei:

  • Investitionen nicht isoliert zu betrachten
  • den Zusammenhang zwischen Bestand und Stallleistung zu verstehen
  • Zukauf realistisch einzuordnen
  • die Wirkung von Energiedichte betriebswirtschaftlich zu bewerten
  • und Entscheidungen auf Basis deiner eigenen Zahlen zu treffen

Es geht nicht darum, etwas schönzurechnen. Es geht darum, vollständig zu rechnen. Und genau das zeigen wir dir hier jetzt Schritt für Schritt anhand eines Beispielbetriebs.

Ein Praxisbeispiel: Wie sich die Rechnung bei Paul im Stall verändert

Viele Milchviehbetriebe setzen seit Jahren auf Standardmischungen. Sie funktionieren – irgendwie. Doch die entscheidende Frage lautet: Funktionieren sie optimal für meinen Standort und meinen Betrieb?

Landwirt Paul aus Tirol hat sich genau diese Frage gestellt. Gemeinsam mit uns hat er seine Zahlen durchgerechnet – ehrlich, nüchtern und ohne Schönrechnerei.

Das Ergebnis hat selbst ihn überrascht.

Paul beginnt mit seiner Ausgangslage

Paul bewirtschaftet einen typischen Tiroler Grünlandbetrieb:

  • Mehrschnittnutzung
  • Hohe Grundfutterleistung
  • Kraftfuttereinsatz zur Leistungsabsicherung
  • Ziel: stabile Milchleistung bei wirtschaftlicher Effizienz

Er nutzte bisher eine gängige Standardmischung. Keine Probleme – aber auch keine echte Optimierung. Die Frage war: Was würde passieren, wenn Saatgut, Nutzung und Bestand exakt auf seinen Betrieb abgestimmt werden?

Die Vergleichsrechnung: Standard vs. Individuell

Wir haben für Paul zwei Szenarien gerechnet:

  1. Bisherige Standardmischung
  2. Individuell angepasste Saatmischung

Berücksichtigt wurden:

  • Trockenmasseertrag je Hektar
  • Energiegehalt
  • Milchleistungspotenzial
  • Ballenertrag
  • Saatgut- und Produktionskosten

Das Ergebnis: Deutlich wirtschaftlicher

Durch die Anpassung von Saatgut und Bestand ergab sich für Paul:
📈 +30.195,40 € mehr Einkommen pro Jahr
🌾 +32,5 Ballen Grundfutter pro Jahr
💰 Trotz leicht höherer Saatgutkosten insgesamt wirtschaftlicher

Der entscheidende Punkt – Die individuelle Mischung brachte:

  • mehr nutzbares Grundfutter,
  • bessere Futterqualität,
  • eine höhere Flächenleistung,
  • und reduzierte indirekt den Kraftfutterbedarf.

Die Mehrkosten beim Saatgut waren im Vergleich zum Mehrertrag also kaum mehr relevant. 

Warum entsteht dieser Effekt?

Viele unterschätzen, dass im Grünland enorme wirtschaftliche Hebel stecken:

  • Jede Tonne mehr Trockenmasse reduziert Zukaufkosten
  • Jede bessere Energiedichte erhöht Milchleistungspotenzial
  • Jeder stabilere Bestand reduziert Nachsaat- und Reparaturkosten
  • Jede bessere Abstimmung auf Schnitthäufigkeit bringt mehr Effizienz

Standardmischungen sind Kompromisse. Individuelle Mischungen sind Werkzeuge.

Und wie sieht es bei dir aus?

Paul war überrascht, wie groß der Unterschied in seinem Betrieb tatsächlich ist. Und fast jeder Betrieb ist anders: andere Höhenlage, andere Nutzung, andere Tierleistung und andere Ziele

Deshalb ist jede Rechnung individuell. Deshalb berechne in wenigen Minuten dein persönliches wirtschaftliches Potential.

Jetzt selbst rechnen

Und wenn du gleich tiefer einsteigen möchtest: Unsere GrünlandExperten gehen die Rechnung gerne gemeinsam mit dir durch. Sie analysieren deine betrieblichen Voraussetzungen, prüfen die Ergebnisse im Detail und zeigen auf, wo konkret dein Optimierungspotenzial liegt.

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