Pferdeweiden folgen einer anderen Logik als Flächen für Milchvieh. Es geht nicht um Ertragsspitzen, Proteingehalt oder schnellen Aufwuchs. Das Ziel heißt Stabilität.
Man kann es mit Ernährung vergleichen: Wer regelmäßig isst, bleibt belastbar. Wer hungert, reagiert empfindlich. Pflanzen funktionieren ähnlich. Frühjahrsdüngung ist deshalb kein Wachstumstreiber, sondern ein Stabilisator für das ganze Weidejahr.
Hufrehe und Fruktan werden oft direkt mit Düngung verknüpft. Fachlich betrachtet sind es jedoch Bestands- und Stressfragen, keine Düngungsfragen. Unterversorgte Pflanzen reagieren stärker auf Wetter, Nutzung und Belastung – und genau das erhöht Risiken.
Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt. Der Start richtet sich nicht nach dem Kalender, sondern nach der Vegetation. Sobald der Boden etwa 7–8 °C erreicht und die Pflanzen aktiv werden, können Nährstoffe aufgenommen und eingebaut werden.








